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Iranischer Gepard

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Die aufgehende Sonne taucht die Steppe in ein warmes Licht, als bei den Wildhütern im Miandasht Wildlife Refuge das Telefon läutet. Ein Schafhirte aus dem Nachbardorf ruft an. Er hat im nördlichen Teil des Schutzgebiets einen Wilderer beobachtet. Die beiden Wildhüter Mehdi Talbi und Ahmad Safarzadeh zögern keinen Augenblick. Sie schultern die Gewehre, schwingen sich auf ihr Geländemotorrad und rasen durch die Steppe, gewillt, den Wilderer zu stellen.

Illegale Jäger sind die größte Bedrohung für die Asiatischen Geparden, die im Miandasht Wildlife Refuge im Nordosten des Iran leben. Dabei haben es die Wilderer nicht einmal auf die Geparden selbst abgesehen, sondern auf deren Beutetiere, die Gazellen. Aber mit jeder Gazelle, die stirbt, schwindet ein Stück der Lebensgrundlage der Geparden.

Die Asiatischen Geparden sind quasi die Cousins der Afrikanischen Geparden, genauer gesagt bilden sie die Subspezies Acinonyx jubatus venaticus. Asiatische Geparden sind etwas kleiner als die afrikanischen Vettern und auch nicht ganz so schnell. Charakteristisch für sie ist das dicke Nackenfell, das bei manchen Tieren wie eine Mähne wirkt. Sie sind auch die einzigen Geparden, die ein warmes Winterfell bekommen - als Anpassung an die kalten Winter in den Steppengebieten.

 Iranischer Gepard

Vor rund 100 Jahren lebten schätzungsweise noch 100 000 der Raubkatzen in ihrem ursprünglichen Habitat, das sich von der arabischen Halbinsel über Syrien und Afghanistan bis in den Osten Indiens erstreckte. Die heutige Restpopulation im Iran wird auf 50 bis 70 Tiere geschätzt.

Schutzgebiete in der Steppe
Dass es sie überhaupt noch gibt, ist ein Erfolg des iranischen Gepardenschutzprojekts, das 1998 ins Leben gerufen wurde und international als "Conservation of the Asiatic Cheetah Project" (CACP) bekannt ist. In Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie dem United Nations Development Programme (UNDP), der International Union for Conservation of Nature (IUCN) und der Wildlife Conservation Society (WCS) wurde ein umfangreiches Programm verwirklicht. Wichtigste Maßnahme: die Ausweisung von Schutzgebieten in den weiten Steppengebieten im Osten des Iran, dem Rückzugsgebiet der letzten Geparden.

 

Shahab Cheraghi fühlt sich Kushki eng verbunden, da er sein Leben schon viele Jahre begleitet. Kushki war zwei Wochen alt, als seine Mutter in der Nähe des Nationalparks Touran von einem Rudel Hirtenhunde angegriffen wurde. Die Mutter konnte mit einem ihrer Jungen fliehen, Kushki aber blieb zurück. "Die Hirten wollten das Junge in Teheran auf dem Schwarzmarkt verkaufen", erzählt Shahab. Doch ein Mann namens Kushki kaufte das Tier vor Ort und übergab es dem iranischen Umweltministerium. "Nach seinem Retter wurde der kleine Gepard benannt", ergänzt Shahab. Nachdem Kushki von Experten in Teheran aufgezogen wurde, kam er ins Schutzgebiet Miandasht.

Hier lebt er in der Obhut der Ranger. In freier Wildbahn hätte er keine Überlebenschance, da er nicht in der Lage ist, größere Beutetiere, wie zum Beispiel Gazellen, zu jagen. "Junge Geparden müssen das Jagen von Gazellen im Laufe des ersten Lebensjahres von ihrer Mutter erst lernen", erläutert Shahab. Kushki hatte dazu aber keine Gelegenheit. "Die Wildhüter haben ihm sogar schon eine Gazelle ins Gehege gebracht, doch er hat sie nicht beachtet", sagt Shahab. Hasen dagegen wecken seinen Jagdinstinkt.

 

Quelle: https://www.sueddeutsche.de

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